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Pride Month und f*cking Pinkwashing

Viele Unternehmen nutzen den Pride Month, um sich selbst als „LGBTIQ+ friendly“ zu präsentieren. Doch oft steckt nur heiße Luft hinter diesen Aussagen. Ich erkläre euch, wie ihr Pinkwashing oder auch Rainbow Washing genannt, feststellt und woran ihr erkennt, ob Unternehmen wirklich LGBTIQ+ friendly sind!


Photo by Tristan B. on Unsplash


Wie eingangs beschrieben: Pinkwashing ist ein Begriff, der beschreibt, wenn Unternehmen den Pride Month nutzen, um sich selbst als „LGBTIQ+ friendly“ zu präsentieren, ohne wirklich etwas für die Community zu tun. Oft steckt nur heiße Luft hinter diesen Aussagen.


Leider ist Pinkwashing weit verbreitet und kann die eigentliche Botschaft von Pride Month verwässern. Wir müssen also wachsam sein und uns darüber bewusst sein, dass nicht jedes Unternehmen, welches sein Logo auf einmal mit den Regenbogenfarben schmückt, es auch wirklich ernst meint.

Diese Transparenz ist es jedoch, die bei vielen Unternehmen fehlt. Oft wird nämlich nicht ersichtlich, aus welchen Gründen mit der Pride-Flagge geworben wird. So scheint es gerade auf Social Media ein Trend geworden zu sein, dass Firmen ihr Profilbild im Juni durch eine Regenbogen-Variante austauschen. Ob diese Aktionen jedoch politisches Statement oder lediglich eine PR-Strategie ist, bleibt dabei offen.

Es kann schwierig sein, zwischen echter Unterstützung und Pride-Marketing zu unterscheiden.


Doch woran erkennt ihr Unternehmen, die es ernst meinen? Woran erkennt ihr Unternehmen, die sich ausschließlich zu Marketingzwecken solidarisieren?


So erkennt ihr Pinkwashing:


  • Statements und Aktionen erscheinen plötzlich im Juni und verschwinden dann wieder bis zum nächsten Jahr.

  • Es findet ausschließlich zum Pride Month eine Promotion statt. Darüber hinaus ist kein support für die LGBTIQ+ Community ersichtlich.

  • Das Unternehmen hat keine oder nur wenige queer leitende Angestellte.

  • Es gibt keine oder kaum Hinweise auf eine queer friendly Unternehmenskultur. (z.B. kein pronouns field in E-Mail Signaturen)



So erkennt ihr, wenn Unternehmen es ehrlich meinen:


  • Unternehmen, die sich zu ihrer Unterstützung der Community bekennen und klar Stellung gegen Diskriminierung beziehen.

  • Unternehmen, die Diversity, Equity & Inclusion auf die Agenda gesetzt haben und ein nachhaltiges DE&I Management ersichtlich ist. Wie beispielsweise über ihre Website.

  • Unternehmen, die sich für Vielfalt aussprechen und beispielsweise bei der Charta der Vielfalt unterzeichnet haben oder sich durch die UHLALA Group beraten lassen und ebenfalls dort Mitglied sind.

  • Unternehmen, die intern eine:n Ansprechpartner:in für LGBTIQ+ Themen haben.



Letzten Endes sollten wir uns darauf konzentrieren, was Pride Month ursprünglich war und ist: eine Zeit der Stärke, Solidarität und Selbstliebe der LGBTIQ+ Community. 🏳️‍🌈


Lasst uns den Pride Month feiern. Lasst uns füreinander da sein. Lasst uns Haltung zeigen und vor allem nicht von Unternehmen blenden lassen, die uns nur während des Prides Month ganz dufte finden.

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